Papierindustrie vereinbart höhere Löhne
Die rund 40 000 Beschäftigten der Papierindustrie bekommen vom 1. Januar an drei Prozent mehr Geld. In der Nacht vom 06. auf den 07. Dezember einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in Darmstadt in der dritten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifvertrag, der 18 Monate gültig sein soll. Demnach erhalten die Beschäftigten für diesen Dezember eine Pauschale von 70 Euro, von Januar bis Dezember 2012 gibt es dann drei Prozent mehr Geld. Dazu komme von Januar bis Mai 2013 ein zusätzliches Plus von 1,6 Prozent, sagte ein Vertreter der Arbeitgeberverbände der Nachrichtenagentur dpa.
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate gefordert. Die Arbeitgeber waren mit einem leicht erhöhten Angebot von 2,3 Prozent und einem zusätzlichen Prozent für weitere vier Monate in die Verhandlungen gegangen.
Zu Beginn der dritten Runde hatten am Dienstagmorgen rund 500 Demonstranten der Forderung der Gewerkschaft Nachdruck verliehen. Die IG BCE hatte zu Beginn der Tarifverhandlungen auch verlangt, die Bezüge der unteren Gruppen ebenfalls um den Geldbetrag zu erhöhen, den die oberen Bereiche bekommen würden. Die Arbeitgeber sahen darin die Gefahr, dass eine überproportionale Erhöhung der unteren Lohngruppen die Auslagerung geringer qualifizierter Tätigkeiten fördere.
Der Abschluss der Papierindustrie macht nochmals deutlich, welchen hervorragenden Lohnabschluss unsere Verbandsorganisation im industriellen Vergleich aber eben auch im Vergleich mit uns nahe stehenden Branchen erzielt hat.
Der Verband empfiehlt seinen Mitgliedern daher, schon jetzt seine Kunden auf notwendige Preissteigerungen bei Druckprodukten hinzuweisen.
Geben Sie einen Kommentar ab