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Schön, dass Sie auf die Webseite unseres MediaModerna-Magazins gefunden haben. Haben Sie sich schon gefragt, was die Titelseite darstellt? Lesen Sie hier unseren Zusatzbericht!

Quadratisch, praktisch, gut! Crossmediapixel in der Werbung

Kaum ein Medium kann heutzutage noch völlig separat von anderen Medien betrachtet werden. Sei es die Tageszeitung in der Links zu weiterführenden Artikeln abgedruckt sind oder Fastfoodketten, die im Netz Nährwertangaben ihrer Produkte auf multimediale Weise transparent machen. Medien wachsen zusammen: Man spricht in diesem Zusammenhang von Medienkonvergenz. Crossmediale Verknüpfungen finden sich überall. Das Internet spielt als zentrales Datennetz dabei die tragende Rolle. Es ist absolut alltäglich geworden, dass Sie hinter einer Internetadresse (URL), wie in unserem Falle www.vdmnrw.de, Informationen oder Mehrwertangebote vermuten und finden.

Doch sind wir einmal ehrlich: Nicht jede URL ist einfach zu merken. Bei der Verwendung von Subdomains oder Übergabe von Parametern mit Variablen im Link, ist die Nutzung längst nicht mehr so selbsterklärend, oftmals aber dennoch technisch nötig. Hier der Selbsttest: Kennen Sie diesen Link auch am Ende des Artikels noch? http://www.vdmnrw.de/akademie/seminarkalender

WWW: Was wäre, wenn ...

Eine Domain ist aktuell die am häufigsten verwendete Angabe zur Bereitstellung von Mehrwertdiensten und verknüpft Printmedien eher indirekt mit dem Medium Internet. Wieso indirekt? Die Domain wird händisch durch den Anwender in die Browserleiste des Browsers getippt. Was geschieht nun aber, wenn der Nutzer den Link vergisst, sich vertippt oder mobil surft und auf umständliche Eingaben von Links bewusst verzichtet? Richtig ... nichts!

Vielleicht ist Ihnen bei dem ein oder anderen Printprodukt schon mal eine merkwürdige Pixelmatrix aufgefallen, die Sie in die Kategorie „Ist für mich unwichtig und nur für den Herstellungsprozess nötig“ abgelegt haben. Die Rede ist nicht von Strichcodes auf Verpackungen, die Sie vom Einkaufen kennen. Das Stichwort ist QR-Code.

QR: Schnelle Antwort zum Ziel

QR-Codes sind quadratische Codes, zweidimensionale Barcodes mit versteckten Informationen. Es existieren zwar weitere zweidimensionale Codes, allerdings für speziellere Anwendungsgebiete. Die Pixelmatrix auf der Titelseite unseres Media-Moderna-Magazins stellt einen solchen QR-Code dar, nicht etwa, um Sie an alte Zeiten von Atari, C64 oder Apples Lisa zu erinnern, sondern vielmehr, um Sie auf diese Webseite zu lenken. Das Neue daran ist der direkte Weg ohne händische Eingabe eines Links. QR steht für „quick response“, also „schnelle Antwort“ und macht sich die Angewohnheit mit dem Fotohandy alles festhalten zu wollen zu nutze. Fotografieren mit dem Handy geht schnell und ist fast so alltäglich wie das Eingeben einer URL in den Browser. Der eigentliche Star im Hintergrund ist derjenige, der nun die im Code versteckten Informationen decodiert und weiterverarbeitet. Die Rede ist von Ihrem Alleskönner-Mobiltelefon mit installierter QR-Reader-Software. Sie fotografieren einen QR-Code mit Ihrem Handy, die Software verarbeitet die Information weiter und verweist Sie beispielsweise automatisch auf eine Webseite mit speziellen Mehrwertangeboten zu Ihrem Produkt. Besonders praktisch also dann, wenn Sie mobil surfen und schnell weitere Zusatzinformationen wünschen.

QR-Reader für die Hosentasche

QR-Reader existieren schon zahlreich in Form von Javascript-, Symbian oder iPhone-Applikationen, teilweise sogar völlig kostenlos und laufen auf vielen handelsüblichen Mobiltelefonen mit Fotofunktion. Sie merken sicher schon, dass es für reibungslose Funktion noch einige Hürden zu überwinden gilt, vor allem jene, die in Anwenderhänden liegen. Nicht jeder besitzt ein Fotohandy mit der nötigen Software zum Lesen dieser Codes, nicht zuletzt weil es kein einheitliches Betriebssystem für mobile Endgeräte gibt. Auch die hohen Gebühren, die momentan noch für mobiles Surfen fällig sind, hindern uns. Doch Trends wie Flatrate-Datentarife diverser Mobilfunkanbieter, die kostengünstiges Endlossurfen für Jeden versprechen, oder Apples ständige Entwicklung und Einführung neuer Trendtechnologien – dessen Anhänger man übrigens durchaus als eingeschworene Gemeinschaft betiteln könnte, die alles kaufen, was einen angebissenen Apfel besitzt – zeigen, wie man mit iPhone und neuerdings auch iPad endlos mobil surfen kann. Der Trend geht ganz klar zum „Überallinternet“ und zur vollkommen vernetzten Welt. Eine Übersicht einiger QR-Reader finden Sie hier.

Übersicht QR-Code-Software

Die Technologie von QR-Codes ist einfach und weder deren Erstellung kompliziert noch teuer. QRC’s sind nicht einmal neumodischer Schnickschnack, sondern existieren bereits seit Anfang der Neunziger. Ursprünglich entwickelt wurden die Codes zur Markierung von Bauteilen in der Automobilindustrie um Arbeitsabläufe zu automatisieren. Toyota vergab 1994 den Auftrag zur Entwicklung der Technologie an ihre japanische Tochtergesellschaft Denso Wave, die trotz Patentrecht nach wie vor auf Lizenzgebühren verzichtet. Die kommerzielle Nutzung ist somit kostenlos.

Druckbarer Datenspeicher

Die Erstellung der Codes übernehmen Barcode-Applikationen, wovon diverse auf dem Markt existieren, einige davon kostenlos. Selbst online lassen sich QR-Codes über PHP-Scripte erzeugen und auch in der aktuellen Version des Adobe Acrobat Pro CS4 findet sich im Formulareditor schon ein Barcodefeld, das QR-Codes aus Werten eines Eingabefeldes direkt im PDF-Dokument erzeugen kann. Die erzeugte Pixelmatrix des QR-Codes ist redundant aufgebaut, so dass Informationen mehrfach vorhanden sind, um den Code möglichst fehlerfrei lesen zu können. Dabei stellt der Code eine Datentiefe von 23.624 Bit zur Verfügung, was vereinfacht gesagt einer Speicherkapazität von rund 2,8 KByte entspricht. Das ist für eine druckbare Pixelmatrix recht beeindruckend und daher existieren neben der Möglichkeit URLs in Form von QR-Codes zu generieren weitere Anwendungsmöglichkeiten: Telefonnummern, SMS-Nachrichten oder lange Textzeilen lassen sich im QR-Code speichern.

QR-Codes in Printmedien

Aufgrund der lizenzfreien Verwendbarkeit und der relativ einfachen Erzeugung, sind QR-Codes besonders für die grafische Industrie in Verbindung mit Werbung und Kommunikation interessant. In vielen Tageszeitungen finden sich schon QR-Codes, die auf Hintergrundinformationen im Netz verweisen. Aber auch in der klassischen Printwerbung setzten erste Unternehmen schon auf QR-Codes. In einigen Großstädten sind bereits großflächige Plakate mit abgebildeten QR-Codes gesichtet worden und auch landesweite Werbekampagnen gab es schon. Die Anwendung ist unbegrenzt, vielmehr ist die Idee der crossmedial verknüpften Mehrwertdienste dabei entscheidend. QR-Codes auf Busfahrplänen zum Download von Verbindungen, auf Visitenkarten, Mailings, Broschüren, Büchern ... Selbst komplette Fußballfelder sind schon mit QR-Codes ausgestattet worden. Überall dort wo das Eintippen langer URLs für den Anwender lästig wird, könnten QR-Codes in Zukunft den klassischen Domainnamen sogar großteils ablösen. Quadratisch, praktisch, gut! QR-Codes machen Werbung!

Bereits 249 fotografierte MediaModerna-Codes

Um unsere Kunden zufrieden stellen zu können, müssen wir bekanntlich möglichst viel über sie wissen. Es ist Ihnen sicherlich auch keine Neuheit, dass so etwas im Internet häufig absolut versteckt geschieht. Das Nutzerverhalten wird bis in das letzte Detail ausgewertet und festgehalten, ohne dass man überhaupt etwas davon mitbekommt. Sein Verhalten abhängig vom Ort zu machen, ist seit der Integration von GPS-Modulen in Mobilfunkgeräte kein Problem mehr. Wenn wir wollen können wir also alles über unseren Kunden wissen: Was macht er wann, wie und wo? Wissen Sie noch wie Sie auf diese Webseite gefunden haben? Haben Sie den Code der Titelseite unseres Media-Moderna-Magazins fotografiert oder den Link eingetippt? Falls Sie ihn fotografiert haben und durch einen QR-Reader weitergeleitet wurden, haben wir das versteckt festgehalten. Aktuell sind 249 andere Leser über das Fotografieren des Codes auf diese Webseite gekommen. Links, die im QR-Code enthalten sind, können eben auch Parameter weitergeben, die das Nutzerverhalten auswerten, ohne dabei sichtbar zu erscheinen.

Aus Alt mach Neu

QR-Codes sind keine Neuheit, dennoch bislang für uns eher außergewöhnlich in der Werbung. Doch selbst wenn die Technologie an sich nicht neu ist, lassen sich damit ausgefallene Werbekonzepte realisieren, die aufgrund der lizenzfreien Verwendbarkeit sogar kostengünstig umzusetzen sind. Die Akzeptanz der Codes beim Nutzer und die Integration in den Alltag wird sicherlich noch dauern, doch selbst wenn man damit nichts anfangen kann: ihr Erscheinungsbild ist doch irgendwie schick und modern, oder nicht?

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben fotografieren Sie den QR-Code um uns anzurufen oder tippen Sie die abgebildete Telefonnummer analog in Ihr digitales Telefon. Alternativ stehen wir Ihnen auch gerne wie gewohnt per E-Mail für alle Fragen zur Verfügung.

Anfrage per Mail

Ein Projekt der Akademie Druck+Medien

MediaModerna ist ein Projekt des Grundkurses 2009 der Akademie Druck + Medien NRW.

Nutzen Sie schon QR-Codes? JA: 63% NEIN: 38% Firma